Passende Studienfächer als Grundlage

Die Arbeit als Coach ist eine bereichernde Aufgabe. Man hat die Gelegenheit, anderen Menschen aktiv zu helfen, ihren beruflichen und privaten Alltag besser zu managen, und kann ihrem Lernprozess unterstützend zusehen. Außerdem lernt man viele interessante Menschen kennen, kommt je nach Spezialgebiet viel herum und muss sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen. Das wirkt interessant auf viele junge Menschen in der Berufsfindungsphase – oft wissen sie aber nicht, welche Studienfächer zum Berufsbild Coach passen.

Das Studienfach Betriebswirtschaftslehre eignet sich prinzipiell für jeden, der als Coach sein Geld verdienen möchte – ob im wirtschaftlichen Bereich oder in anderen Sparten des Lebens. Das Fach BWL vermittelt wertvolle Inhalte über Themenkreise wie Zeitmanagement, Effektivität im Arbeits- und Privatleben sowie weitere wichtige Fragen und Probleme, mit denen sich der Coach befassen möchte. Wertvoll sind die Inhalte vor allem für Studierende, die die Coachtätigkeit in einem wirtschaftlichen Feld anstreben. Nach dem Studium wissen sie, wovon sie reden, und können auch Unternehmen realistische, durchführbare Ratschläge erteilen. Auch, wer sich als Coach selbständig machen möchte, nimmt aus dem BWL-Studium wichtiges Wissen für die Leitung des eigenen Unternehmens in Planung mit. Für Quereinsteiger aus dem Job heraus macht auch ein berufsbegleitendes Studium Sinn.

Sinnvoll für die Tätigkeit als Coach ist auch das Studium der Psychologie. In jedem beratenden Beruf sind grundlegende Kenntnisse der menschlichen Psyche von großem Vorteil. Ein studierter Psychologe kann als Coach richtig auf die Menschen einwirken, denen er helfen möchte. Er weiß, wie er sich an sie wenden muss und worauf es in der Gesprächsführung und im Unterricht ankommt, um Lernprozesse in die Wege zu leiten und seine Arbeit zur dauerhaften Hilfe zur Selbsthilfe zu machen. Das Psychologiestudium eignet sich besonders für eine Coaching-Tätigkeit in privaten Bereichen des Lebens, in denen die Probleme besonders häufig aus psychologischen Gründen heraus resultieren. Diese kann der Coach auf Basis seines Wissens analysieren und wirklich hilfreiche Strategien entwickeln.

Am sinnvollsten ist es, eine Kombination aus zwei Studienfächern auszuwählen. Einerseits sollte Grundlagenwissen vorhanden sein, wie es beispielsweise die Fachbereiche der BWL oder der Psychologie vermitteln können. Andererseits kann man sich bereits an der Hochschule darauf vorbereiten, die konkrete spätere Tätigkeit auszuüben. Wer beispielsweise weiß, dass er wirtschaftlich coachen möchte, kann sich für das Fach Wirtschaftspsychologie entscheiden, das es an einigen Universitäten und Fachhochschulen gibt. Wer hingegen aufsteigende Autoren oder Menschen mit Styling-Schwierigkeiten begleiten will, entscheidet sich für ein literaturwissenschaftliches Fach oder den Studiengang Modedesign (hier ein Beispiel der FH-Hannover).

Hilfreich bei der Entscheidung für einen Studiengang sind Gespräche mit der lehrenden Hochschule. Gerade bei exotischen Fachrichtungen sind Entscheidungsschwierigkeiten bekannt, sodass immer Berater zur Verfügung stehen, die auch für eine spätere Karriere als Coach Tipps geben können. Man kann sich auch im Internet nach den Profilen von berufstätigen Coaches umsehen und deren Ausbildungswege analysieren, um zu einer eigenen Entscheidung über das richtige Studienfach zu kommen.

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